Timing – alles wird langsamer – und ich komme zu spät

Heute ist es mir mal wieder aufgefallen – auch nach mehr als einem Jahr bin ich noch nicht in meiner neuen „Zeit“ angekommen – was meine ich damit? Alles dauert seine Zeit und damit länger als vorher und nahezu nichts geht mehr mal eben oder schnell oder nebenbei.

Angefangen beim Aufstehen, was mich jeden Morgen locker 10-15 Minuten kostet, da ich erst einmal meinen eingerosteten Körper wieder in Bewegung bringen muss. Ihr müsst euch vorstellen, dass ich mich eben nicht drehe oder nahezu nicht bewege in der Nacht – das erfordert am Morgen umso mehr Bewegung. Der Weg ins Bad dauert auch, da erst einmal der Transfer aus dem Bett stattfinden muss.

Die Morgentoilette war früher schnell gemacht, heute dauert jeder Weg auf die Toilette für das kleine Geschäft ca. 7-10 Minuten. Wenn es mal grösser sein darf, auch mal 15 Minuten.

Duschen und Anziehen konnte ich mich früher in 5-10 Minuten – heute dauert es eher 20-30.

Der Weg vom ersten Stock ins Erdgeschoss waren früher wohl 15 Sekunden – heute eher 5 Minuten, dank zweiter Transfere und dem bedächtigen Treppenlift.

Aus dem Haus war ich früher in wenigen Sekunden – der heutige Weg über den Hublift ist eher bei 5 Minuten.

Wenn ich dann noch ins Auto will, ist der Unterschied heute und vorher wohl auch 1 Minute zu 7.

Rechnet man das alles zusammen, läppert es sich schon. Das natürlich auch die meisten anderen Dinge wie das Aussteigen aus der Bahn, einen passenden Parkplatz finden oder das Nutzen von Aufzügen statt Treppen eher länger dauern ist eh klar.

Meine innere Uhr ist aber noch nicht so weit und das führt dazu, dass ich inzwischen leider oft ein zu spät kommer geworden bin. Etwas was ich selber gar nicht mag und schwer ertragen kann. Ich hoffe sehr, dass ich meine innere Uhr bald besser im Griff habe. So lange müsst ihr auf mich warten.

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