„Ja, wir sind barrierefrei“ – „Klar, bei uns kommst Du rein“ und vieles mehr, sind oft die Antworten die ich höre, wenn ich um eine Info bitte, ob ich irgendwo dazu kommen kann. Das klingt oft gut und doch habe ich gelernt, dass ein wenig Skepsis hilft.
Meistens steckt der Teufel dann doch im Details oder hat etwas mit „Würde“ zu tun. Eine vergessene Treppe, eine zu enge Tür oder Tische unter die kein Rollstuhl passt sind Beispiele am Tag – in der Nacht sind es Dinge wie ein weiches Boxspringbett aus dem ich nur mit großem Aufwand raus komme und in der Nacht wie im Quark versinke. Was ich zum Beispiel auch nicht mag, wenn ich von „irgendwem“ getragen werden soll oder muss – das mag nicht nur mein Hund nicht, sondern auch ich fühle mich dabei mehr als Unwohl.
Ich will hier keine Check-Liste bauen, sondern einfach nur klar machen, dass der Teufel für Menschen wie mich oft im Details steckt. Daher seid nicht böse, wenn wir auf eure erste Aussage „kein Problem“ oft mit einigen Folgefragen kommen. Wir haben meistens schon vieles erlebt und wenn wir dann erst einmal da sind, ist es dann und wann zu spät.
Versetzt euch einfach in die Situation, dass ihr rund 70cm breit seid, euch auf der Stelle drehen könnt und Schwellen bis 10cm easy überwinden könnt. Im Bad braucht ihr eine ebenerdige Dusche und Platz neben dem WC, um vom Rollstuhl auf die Toilette „rutschen“ zu können. Ansonsten sind viele von uns recht easy zu handeln und froh, wenn wir einfach dabei sein können.
Der Weg dahin ist nur etwas holprig und macht uns nicht selten ein schlechtes Gewissen, wegen des Extra-Aufwands.
PS: Stehpartys oder Empfänge sind übrigens so lala und eher eine „Arsch-Show“
