Barrierefrei unterwegs – die App, neu sortiert

Vor gut einer Woche habe ich euch hier „Barrierefrei unterwegs“ vorgestellt – meine App für das, was mich im Alltag im Rollstuhl am meisten beschäftigt:
– Wo ist jetzt, hier, in meiner Nähe eine Toilette,
– ein Parkplatz,
– ein Restaurant, in das ich ohne Stufe reinkomme?

Seitdem ist einiges passiert. Euer Feedback war deutlich – und in einem Punkt einstimmig: Die App konnte viel, aber der Kopf jeder Seite war voll. Ortsfeld, Punkte-Schalter, Chips, Liste/Karte, noch ein Suchfeld – sechs Bedienzeilen, bevor der erste Treffer kam.

Das habe ich geändert. Heute geht Version 1.6 in den App Store, und die Android-Version 1.2 steht zum Download bereit.

Ein Suchfeld, das beides versteht

Das Wichtigste zuerst: Es gibt jetzt **ein** Suchfeld. Ihr tippt rein, was ihr im Kopf habt – „Pinneberg“, „Schanzenstraße 12″ oder einfach „Bullerei“ – und die App erkennt, ob das ein Ort oder ein Name ist. Bei einem Namen sucht sie im gesamten Bestand, bundesweit und darüber hinaus. Bei einem Ort lädt sie die Umgebung und sortiert nach Entfernung. Falls sie mal falsch liegt, steht direkt darunter „Als Ort suchen“.

Dasselbe gilt bei den Ferienunterkünften („Zielort oder Unterkunft“) und bei „In der Nähe“ („Adresse, Ort oder Name“).

Filter hinter einem Knopf

Alle Feinfilter – Mindestpunkte, Umkreis, Typ, Personen, Fahrzeit, Haustier – liegen jetzt hinter einem **Filter-Knopf**. Was aktiv ist, seht ihr als kleine orange Chips: „ab 6 Punkten“, „2 km“, „nur geeignete“. Ein Tipp auf das ✕, und der Filter ist weg. Der Knopf selbst zeigt, wie viele Filter wirken, und unten im Filter-Fenster steht live, wie viele Treffer übrig bleiben.

Das Ergebnis: zwei Zeilen statt sechs. Auf meinem iPhone sehe ich jetzt sieben Treffer auf einen Blick, vorher waren es drei bis vier. Karte und Liste wechselt ihr über das Kartensymbol oben rechts.

Was sonst noch neu ist

– **Merkliste.**
Restaurants und Unterkünfte lassen sich mit dem Herz speichern. Unter „Gemerkt“ findet ihr sie wieder – egal, in welcher Stadt ihr gerade seid. Praktisch für die Urlaubsplanung oder die drei Läden, in die man immer wieder geht.
– **Jetzt geöffnet.**
Restaurants zeigen in der Liste, ob sie gerade offen sind, soweit OpenStreetMap Öffnungszeiten kennt. Das kannte „In der Nähe“ schon für Toiletten – jetzt auch beim Essen.
– **Belege für Unterkünfte.**
Fotos und Hinweise zu Zugang, Bad und Innenraum könnt ihr jetzt auch zu Ferienunterkünften hochladen, nicht mehr nur zu Restaurants. Genau das macht die App besser: ein Foto vom Badezimmer sagt mehr als jede Beschreibung im Inserat.
– **Deutschland, Österreich, Schweiz.**
Die Daten decken jetzt den ganzen deutschsprachigen Raum ab: rund 84.000 barrierefrei erfasste Restaurants und Cafés sowie 146.000 Toiletten, Parkplätze und Hotels – alles in der App, auch offline nutzbar.
– **Zusätzliche Quellen.**
Neben OpenStreetMap fließen jetzt frei lizenzierte Daten über accessibility.cloud ein, etwa von Ginto.Guide und der Stadt Dresden. Weitere Quellen sind angefragt – dazu bald mehr.

Die Zahlen, Stand heute

– 84.000 Restaurants und Cafés mit Barrierefreiheits-Angabe (DE, AT, CH), davon 42.000 mit Öffnungszeiten
– 146.000 Toiletten, Behindertenparkplätze und Hotels für „In der Nähe“
– 4.400 geprüfte Ferienunterkünfte, wöchentlich vom Agenten aktualisiert
– 40 Hamburger Restaurants selbst getestet oder recherchiert – die Liste wächst mit euren Vorschlägen

Mitmachen

Die App lebt davon, dass ihr mitmacht. Restaurant vorschlagen, Unterkunft melden, Foto vom Eingang hochladen – alles direkt aus der App, ohne Anmeldung. Jeder Beleg hilft dem nächsten, der vor derselben Tür steht.

– **iPhone:** Barrierefrei unterwegs im App Store
– **Android:** Version 1.2 zum direkten Download – wie gewohnt ohne Play Store
– **Im Browser:** Restaurants und die Ferienunterkünfte

Ich freue mich auf euer Feedback – und darauf, was ihr als Nächstes vermisst.

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