OMR kann Rollstuhl

In den letzten Tagen stand Hamburg dank der beeindruckenden OMR mal wieder Kopf. Für mich die erste OMR im Rollstuhl und kurz: Es war sehr gut organisiert und ich habe keine Hürden erlebt.

Danke an das Team hinter Philipp die das Thema ganzheitlich gedacht haben. Angefangen bei kostenlosen Tickets für eine Begleitperson, einer eigenen Reihe für Menschen mit Einschränkungen an jeder Bühne, Mini-Rampen über alle Kabel bis zum kleinen Aufzug zwischen dem A und B Bereich.

Klar: Eine Messe / Festival findet viel auf zwei Beinen statt, so dass man als Rollstuhlfahrer eher in der Masse untergeht und viele „Ärsche“ vor der Nase hat, aber das ist eh unser Alltag und nicht zu verhindern.

Beeindrucken waren für mich vor allem die vielen Security Mitarbeiterinnen und Guides die mit einer unfassbaren Freundlichkeit auch bis spät in den gestrigen Abend jede Tür öffneten und Hilfe anboten.

Was hoffentlich in den kommenden Jahren noch zunehmen wird, ist die Wahrnehmung der anderen Gäste des Festivals für die Extra-Bereiche für Menschen mit Einschränkungen, die an den meisten Bühnen mit „normalen“ Gästen belegt waren. Hat man den Mut aufgebracht darauf hinzuweisen, waren aber alle immer sehr verständnisvoll – vielleicht hat aber nicht jeder und jede den Mund en Mund aufzumachen, da der Anblick des Rollstuhl allein in den meisten Fällen nicht reichte.

Auch die Abendevents zu denen ich freundlicherweise weiter eingeladen war (danke an Daniel, Caspar und Julius) und die ich besuchte waren weitestgehend barrierefrei – darüber hatte ich mich allerdings auch im Vorfeld selber informiert.

Gut zu sehen, dass also auch Events wie die OMR weiter möglich sind und ich im Rollstuhl nicht allein war – Grüße an Maud.

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