Blicke muss man aushalten

In den letzten Tagen war ich das erste Mal seit dem Weg in den Rollstuhl im Büro. Wie beschrieben war der Weg holprig aber ok und auch neue Hotels sind jedesmal eine kleine Wette. Der Begriff barrierefrei wird halt immer anders interpretiert. Aber auch das klappte.

Auch im Büro klappte alles ganz gut – Kleinigkeiten fallen eben erst dann auf, wenn wirklich mal ein Mensch mit Rollstuhl Dinge wie die Toilette nutzt – aber die Macken waren schnell behoben.

Gefreut habe ich mich sehr viele Kolleginnen und Kollegen mal wieder in Person zu sehen. Und es war schön zu sehen wie normal der Umgang mit denen war, die meine Situation schon kannten.

Ein wenig ungewohnt war es mit unbekannten Kolleginnen und Kollegen und Momenten an der Caféteria oder in der Kantine. An die Blicke muss man sich erst einmal gewöhnen. Ich kann gar nicht genau sagen was es ist – wohl eine Mischung aus Überraschung und auch ein wenig Mitleid. Und das will man eigentlich nicht wirklich.

In Summe aber: Wieder eine Etappe mehr erreicht. Allein Zug gefahren, durchs Bahnhofsviertel gerollt und in einem unbekannten Hotel allein übernachtet.

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