Mein Umgang mit dem Querschnitt – Blick nach vorn

Natürlich könnte ich aus gutem Grund frustriert sein und das Leben nicht mehr mögen und pessimistisch in die Zukunft schauen.

Ich habe mich aber zu einem anderen Umgang mit den Folgen des Querschnitt entschieden – ich nehme die Folgen an und versuche sie bestmöglich zu managen und habe gleichzeitig eine tiefe Überzeugung und einen Glauben, dass sich noch etwas fundamental ändert.

Diese Veränderung ist aber nichts, auf die ich mein aktuelles Leben und mein Umfeld aufbauen kann und will. Die Realität ist eine andere und diese muss ich und mein Umfeld lernen zu akzeptieren.

Nach dem ersten Schock in Chicago, habe ich recht schnell in einen anderen Modus gewechselt – die Fragen die mich beschäftigten waren neben meiner Gesundheit:

  • wie komme ich in unser Haus
  • wie komme ich in unser Auto
  • wie kann ich zu Hause bestmöglich leben
  • welche Hilfsmittel brauche ich zu Hause
  • was kann ich noch anziehen und was nicht
  • und vieles mehr

Zum Glück konnte ich Nette und viele Freunde und Freundinnen dabei mitziehen und sie managen vieles von dem, was gerade nötig ist.

Der Grund warum ich wohl so konsequent nach vorn schaue und egal was passiert, positiv in die Zukunft schaue, ist, dass ich nach meinem plötzlichen Herztod im letzten Jahr ein Leben von Nette und guten Freunden geschenkt bekomme habe. Dieses Geschenk nicht zu achten und positiv zu gestalten, wäre nicht nur unfair, sondern dumm. Zudem waren Veränderungen in meinem Leben bisher immer gut – also nehmen wir es an.

Und das ist natürlich nur möglich, weil ich ein so unfassbar gutes Umfeld habe, die sich auf diesen Weg einlassen und unterstützen.

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